Dart Checkouts – die wichtigsten Dart Checkout Wege im Überblick

Im Darts gilt der goldene Spruch: Triple is funny, but double makes the money. Wie wahr dieser Spruch gerade bei den Profis ist, zeigt sich Woche für Woche bei den großen Turnieren, bei denen es um richtig viel Preisgeld geht. Die Darts Checkouts – gerne auch als Finish bezeichnet – sind daher ein essentieller Bestandteil der Taktik im Spiel eines jeden Profis. Immer wieder sieht man, dass Profis die gleichen Dart Checkout Wege gehen, um ein Leg zu beenden. Warum dies so ist und welche Dart Checkouts Wege bei den Profis besonders beliebt sind erklären wir in diesem Blogbeitrag.

Lesezeit: 5 Minuten

 

Was sind Checkout Wege?

Als Checkout Wege sind alle Zahlen im klassischen Dartsspiel 501 Double Out bekannt, die mit drei Pfeilen auf null gebracht werden können. Sobald diese Möglichkeit besteht spricht man im Darts-Jargon von einem Checkout. Als Synonym ist häufig die Rede von einem Finish, welches sich ein Spieler stehen lässt. Ein kurzes Beispiel, welches perfekt der Aufklärung dient.

Das höchste Checkout im Dart liegt bei exakt 170 Punkten (T20, T20, Bull). Die 169, obwohl sie niedriger ist, lässt sich hingegen durch keine Kombination dreier Felder auf dem Dartboard mit abschließenden Wurf auf ein Doppel „auschecken“ – bzw. auf null bringen. Abwärts der 170 gibt es genau sieben dieser Zahlen, die sich nicht mit drei Pfeilen auf null spielen lassen. Hier ist die Rede von einer Bogey-Number.

Besonders für Anfänger empfiehlt es sich zu Beginn eine sogenannte Checkout Tabelle neben das Dartboard zu hängen. Auf dieser sind alle sinnvollen Wege für jedes Checkout abwärts der 170 niedergeschrieben. So lassen sich in der Praxis recht schnell alle Darts Checkout Wege lernen und merken. Eine Dart Checkout Tabelle haben wir selbst auch schon herausgebracht und kann einfach ausgedruckt werden.

Checkout Tabelle beim Darts

 

Ab wann beginnt ein Profi zu rechnen, um sich ein bestimmtes Dart Checkouts zu stellen?

Das Leg beginnt bei 501 und wird auf null runter gespielt – so zumindest bei der PDC im Profidartsport. Gerade, wenn es um viel Geld geht, ist es wichtig, sich jede Option offen zu halten, um ein Leg zu beenden. Daher stellt sich für viele Spieler die Frage: ab wann beginnen die Profis überhaupt mit dem Rechnen, um sich ein Finish stellen zu können? Die magische Grenze ist die 350. Bereits ab 350 Punkten Rest versuchen sich die Spieler in die bestmögliche Ausgangsposition zu bringen, um ein Leg zu beenden.

Warum die 350? Die Antwort ist simpel: Wirft man bei 350 Punkten Rest die höchstmögliche Aufnahme und erzielt 180 Punkte bleibt am Ende das höchstmögliche Checkout mit 170 stehen. Man hält sich also die Option offen, das Spiel im besten Fall mit einem 170er Finish zu beenden. Zugegeben ist dies selbst bei Profis relativ unwahrscheinlich, dennoch gilt: Wer die Möglichkeit gar nicht erst hat, hat gar keine Chance ein Leg zu beenden. Wer sich zumindest so stellt, dass es rechnerisch möglich ist zu checken, erhöht die Chancen deutlich. Einfache Wahrscheinlichkeitsrechnung.

 

Taktieren mit Checkout Wegen – eine Option offen halten

Darts ist auch Taktik. Nicht selten geschieht es, dass Spieler sich so sehr im Tunnel befinden, dass sie nicht nachrechnen und plötzlich eine Bogey-Number stehen haben – also eine der sieben Zahlen unter 170, die sich nicht checken lassen. Daher ist es, wie bereits im Kapitel zuvor erwähnt, besonders wichtig, dass frühzeitig mit dem Rechnen begonnen wird. Doch das ist längst nicht alles.

Profispieler sind darauf aus, sich möglichst oft exakt die gleichen Checkout Wege für ein Finish zu stellen. Dies bedeutet auch, dass man sich als Spieler ein Checkout stellen sollte, bei dem es beispielsweise auch möglich ist mit nur einem Treffer im Triplefeld das Leg zu beenden. Auch hier ein Beispiel, was genau wir meinen:

  • Bei 130 Punkten Rest hat der Spieler noch immer die Möglichkeit das Leg mit nur einem Treffer im Triple zu beenden (20, T20, Bull). Auch, wenn der optimale Weg T20, T20, D5 wäre, hält sich der Spieler somit die Option offen weiterhin checken zu können, wenn er mit dem ersten Pfeil nur die einfache 20 trifft.
  • Ab 131 Punkten fällt dieser Vorteil weg (mit Ausnahme der 132). Bei 131 Punkten ist es bereits zwingend notwendig zwei Triplefelder zu treffen, um ein Leg beenden zu können. Daher gilt auch die 130 als beliebte Grenze, die man stets im Hinterkopf haben sollte, wenn es darum geht die eigenen Chancen ein Leg auszuchecken zu maximieren.

 

Welche Dart Checkouts stellen sich die Profis besonders oft – eine Übersicht 

Im Folgenden gehen wir auf ein paar Dart Checkouts genauer ein und erklären, weshalb sich Profis genau diese Zahlen immer und immer wieder stehen lassen.

  • 170: Als höchstes Finish macht es immer Sinn die 170 anzuvisieren, statt sich eine Bogey-Number stehen zu lassen.
  • 164: Die 164 ist deshalb so beliebt, weil es wie bei der 170 möglich ist mit zwei Treffern im gleichen Tripelfeld sowie dem Bullseye ein Leg zu beenden. Zum Vergleich: Die 167 gilt als weitaus schwerer zu spielendes Finish, da der Spieler hier von der T20 auf die T19 switchen muss.
  • 150: Die 150 kann über viele diverse Wege gespielt werden, weshalb sie ebenfalls als beliebtes Checkout gilt. Ob komplett über das Bullseye, über die T20 oder über die T19. Die Zahl 150 ist variabel spielbar.
  • 132: Die 132 besitzt einen ganz besonderen Reiz. Sie kann letztlich ohne jedes Triple gecheckt werden. Zwei Mal Bull und die D16 zum Schluss bringen 132 Punkte auf 0. Selbst, wenn der erste Pfeil im Singlebull landet, besteht die Möglichkeit über T19 und Bullseye zu checken.
  • 124: Die 124 wird hier als Platzhalter für eine ganze Reihe an Finishes aufgezählt (121-130). Diese Zahlen sind so beliebt, weil es möglich ist sie mit einem Triple zu checken. Am Beispiel der 124 sieht das so aus: Der favorisierte Weg könnte folgendermaßen aussehen – T20, T14 D11. Geht der erste Dart daneben ändert sich der Weg in 20, T18, Bull. Geht der zweite Dart am Ziel vorbei hieße der Weg wiederum T20, 14, Bull.
  • 64: Die 64 ist derart beliebt, weil sie über die Zahlen 8 und 16, die bekanntermaßen auf dem Board nebeneinander liegen, gecheckt werden kann. Sei es 16, 16, D16 oder 16, 8, D20. Ein sehr beliebtes Finish bei Anfängern, da es einen Fehlwurf ins Nachbarfeld verzeiht.

 

Aus welchem Grund stellen sich Dartspieler häufig dieselben Checkout Wege?

Phil Taylor Darts WMHierbei geht es um Routine. Dartspieler versuchen sich eine Routine anzueignen, welche es ermöglicht, dass es deutlich leichter fällt bestimmte Wege immer und immer wieder zu spielen. Es geht letztlich um Sicherheit und Vertrauen in das eigene Spiel. Nicht umsonst haben etliche Profis ein Lieblingsdoppel und versuchen sich auch höhere Dart Checkouts so zu stellen, dass sie diese mit dem Wurf auf das favorisierte Doppelfeld auf null bringen können.

Während James Wade und Michael Smith die D10 favorisieren, spielt Mensur Suljovic am liebsten die D14. Ein Phil Taylor ließ sich hingegen nie von der D16 abbringen

Text: Alex Krist / myDartpfeil

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