Dart Zähler, Rechner oder App: Vor- und Nachteile im Überblick

Der größte Unterschied zwischen Softdart und Steeldart liegt darin, dass beim Steeldart die Punkte selbst zusammengezählt werden müssen. Beim E-Dart hingegen rechnet der Automat Euch die Punkte bequem zusammen. Dabei zeigt er meist sogar noch den beliebtesten Check-Out-Weg an. Doch gerade das macht Steeldart schließlich aus. Beim Steeldart ist es häufig so, dass Rechenfehler von Profis zu spannenden Momenten führen oder einen Schmunzler wert sind. Ganz nebenbei fördert das Zusammenrechnen natürlich auch die Fähigkeit des Kopfrechnens. Nicht wenige Neulinge im Dartsport sind immer wieder beeindruckt wie schnell die Profis im Kopf rechnen – alles Übungssache. Deshalb zeigen wir euch heute unsere Vor- und Nachteile bei Dart Zähler, Rechner oder App.

Lesezeit: 4 Minuten

 

Dart Scoreboard – klassisch von Hand schreiben 

Das Scoreboard gehört zum Steeldart wie der Caller. Das Scoreboard ist bei PDC-Turnieren eines der wichtigsten Utensilien. Warum ist dies so? Wenn der Caller beispielsweise eine Zahl falsch ausruft, der Schreiber allerdings die korrekte Zahl auf dem Scoreboard vermerkt, so zählt immer das was auf dem Scoreboard niedergeschrieben ist. Was auf dem Scoreboard aufgeschrieben wird, ist somit heilig.

Dart Scoreboard kaufenMeist gibt es beim Scoreboard bestimmte Regeln, nach denen die Zahlen aufgeschrieben werden. Hier achten die Spieler ganz penibel darauf, dass dies auch eingehalten wird. Neulinge fliegen hier schnell auf, wenn sie einen Fehler bei der Schreibweise begehen. Dennoch ist das Scoreboard die älteste Methode die Zahlen beim Steeldart aufzuschreiben bzw. zu vermerken. Das Dart Scoreboard von Winmau könnt ihr hier kaufen.

 

Dart Zähler – eine Alternative zum Schreiben von Hand

Wer nicht auf die altmodische Methode des von Hand Schreibens zurückgreifen möchte, der kann alternativ auch einen sogenannten Dart Zähler nutzen. Diese Dartzähler können zusätzlich erworben werden. Hierbei müsst Ihr Eure Zahl lediglich auf einem Display eintippen. Den Zähler könnt Ihr zum Beispiel neben das Steeldartboard hängen. So haben beide Spieler die Restpunktezahlen immer im Blick. Teure Modelle zeigen beispielsweise auch Checkout-Wege oder die Zahlen der vergangenen Aufnahmen an.

Optisch werden die Zahlen meist so angezeigt, wie auch bei einem E-Dart-Automaten. Die Punkte zusammenzählen, muss der Spieler allerdings selbst. Dies wird sich beim Steeldart wohl auch nie ändern und gehört ja auch irgendwie bei dieser Dart Variante mit dazu.

 

Dart Rechner auf dem PC – Programme wie N01

Ebenfalls häufig verwendet werden Dart Rechner wie N01. N01 ist eine Software, die auf nahezu jedem Laptop oder PC funktioniert, da die Anforderungen äußerst gering sind. Sobald Ihr das Programm installiert habt, kann es auch schon losgehen. Neben der Restpunktezahl wird
Euch zudem auch die Punktzahl der vergangenen 5 Aufnahmen angezeigt.

 

N01 hat den Vorteil, dass Ihr den PC quasi mit einer Bluetooth-Tastatur verbinden könnt. So müsst Ihr nicht in der Nähe des Boards die Punktzahl eingeben. Sondern ein Schreiber kann dies ganz bequem mit einer Tastatur außer Reichweite der beiden Spieler tun. Im allgemeinen Ligabetrieb ist N01 das Programm, welches am häufigsten genutzt wird. Fast jeder Turnier Dartspieler kennt das Programm oder hat es selbst schon einmal genutzt.

 

Dart Zähler App – Großes Tummeln auf dem App-Markt

Auch den Entwicklern von Apps ist der Trend zum Steeldart nicht verborgen geblieben. Um es den Spielern so einfach wie möglich zu machen, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe an Dart Apps. Manche kosten ein paar Euro, andere sind hingegen kostenfrei.

Eine sehr gute App ist beispielsweise das „Dart Scoreboard“, welches es jedoch nur für Android-Geräte gibt. Apple-Nutzer müssen auf eine andere App zurückgreifen. Beim Dart-Scoreboard erhalten beide Spieler alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Neben der Restpunktzahl bekommt Ihr den Check-Out Weg angezeigt, sofern vorhanden. Falls Ihr auf einer Boogie-Nummer stehen geblieben seid, wird die Zahl rot hinterlegt. Es wird somit signalisiert, dass Ihr die Restpunktzahl nicht mir drei Pfeilen auf Null bringen könnt.

Zudem erhaltet Ihr einen ständigen Überblick zu Eurem Average, der nach jeder Aufnahme automatisch aktualisiert wird. Hinzu kommt noch ein weiterer extremer Vorteil. Wer nämlich keinen Platz hat, neben dem Board einen Zähler oder einen Laptop aufzuhängen, der kann das Handy mit der App einfach auf den Tisch liegen.

 

DartCounter – die App mit der Stimme

Zu guter Letzt gibt es auch noch die Dart App „DartCounter“. Auf diese möchte ich noch einmal etwas näher eingehen. DartCounter könnt Ihr bequem im App Store herunterladen. Es handelt sich hierbei um die offizielle App von Winmau. Bevor Ihr die App benutzt, müsst Ihr Euch einen Account erstellen. Danach könnt Ihr, wie auch beim „Dart Scoreboard“, diverse Spieler anlegen. Klickt Ihr auf einen Spielernamen, dann erhaltet Ihr etliche Informationen zum Spieler. Eine ganze Reihe von Statistiken wird darin vermerkt. Der Gesamt-Average aller Spiele, die Anzahl der 180er, die Anzahl der Siege und so weiter. Für Statistik-Freaks ist dies genau die richtige App zum Dartspielen.

Doch dies ist nicht alles. Die Besonderheit bei dieser App ist, dass die geworfene Punktzahl, ähnlich wie bei den Profiturnieren, durch einen Caller gerufen wird. Ihr tippt die Zahl also ein, bestätigt diese und der Caller spricht sie laut aus. So entsteht, wie bei einem Profiturnier eine wichtige Wirkung. Denn der Gegner nimmt somit, auch wenn er nicht hinschaut, die Zahl wahr – ob er will oder nicht. An sich ist dies zwar ein nettes Feature, einige Spieler im Amateurbereich reagieren auf das laute Ausrufen der Scores aber auch genervt. Das sollte am Ende aber jeder selbst entscheiden. Allerdings lässt sich der Ton auch ausschalten und ihr könnt ganz ruhig ohne Caller spielen. Die DartCounter App findet ihr hier.

 

Dart Zähler und weitere technische Entwicklungen

Ob DartApp, Dart Zähler oder eine Software auf dem PC. Die heutigen technischen Möglichkeiten machen es deutlich einfacher die Punktzahlen zu berechnen oder Statistiken auszuwerten. Dies ist grundsätzlich eine positive Entwicklung. Erste Konstruktionen bei denen selbst ein Steeldartboard automatisch erkennt, wo die Pfeile gelandet sind, befinden sich ebenfalls in der Entwicklung. So könnte es in einigen Jahren passieren, dass selbst beim Steeldart nicht mehr selbst gerechnet werden muss. Dies geschieht dann über Sensoren.

Jeder Dartspieler, der jedoch schon länger am Board steht, sieht dieser Entwicklung kritisch entgegen. Technische Hilfen sind ok, solange sie nicht den ursprünglichen Dartsport verändern. Und beim Steeldart gehört das Kopfrechnen eben dazu, wie der Caller, der Schreiber oder das Oche. Als Hilfsmittel sind Apps und Dart Zähler völlig in Ordnung. Übertreiben sollte man es aber auch nicht mit den technischen Hilfsmitteln.

Text: Alex Krist / myDartpfeil

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