Unterschiedliche Formen und Materialien von Dart Flights

Der Flight gilt als hinterste Komponente eines Dartpfeils und wird gerne auch als Fly oder Flügel genannt. Ohne den Dartflight wäre ein Wurf mit der Spitze zum Board hin unmöglich, denn er stabilisiert den Wurf, damit der Pfeil mit der Spitze voran im Board ankommt.

Der Dartflight wird von vielen Hobbyspielern oftmals völlig unterschätzt. Erfahrene Akteure wissen hingegen, welche Auswirkungen eine leichte Änderung der Form oder des Materials auf das Flugverhalten der Darts haben kann. Genau aus diesem Grund möchten wir in diesem Artikel darüber aufklären, welche Flights es überhaupt gibt. Welche Formen und Materialien sind für dich geeignet? Um diese Frage beantworten zu können geben wir einen Überblick und hoffen euch somit weiterhelfen zu können.

 

Die verschiedenen Formen der Flights 

Unterschiedliche Formen von Dart FlightsMittlerweile gibt es weit mehr als zehn verschiedene Formen von Flights. Wir möchten an dieser Stelle aber vorerst auf die wichtigsten und gängigsten Modelle eingehen. Hierzu unterscheiden wir zwischen sechs verschiedenen Flightarten. Wichtig zu wissen ist unter anderem, dass mehr das Flugverhalten als nur die Optik verändert wird. Somit muss der Flight an den eigenen Wurfstil und gesamten Dart angepasst werden, um das perfekte Ergebnis zu erhalten. Jede Form hat also seine Vor- und Nachteile.

 

Der Standard Flight

Der Standard Flight ist wohl jene Variante des Flights, die man auch bei Profispielern meist antrifft. Er ist zudem der Flight, der die größte Fläche bietet. So hat er den Vorteil, dass der Dart äußerst stabil in der Luft fliegt. Dies hat zur Folge, dass der Dart meist relativ waagerecht im Board eintrifft. Allerdings muss dies nicht immer ein Vorteil sein. Je nachdem wie Wurfstil und Dartpfeil aufeinander abgestimmt sind, ist es gut möglich, dass der Standard Flight nicht die richtige Wahl ist.

 

Der Slim Flight

Der Slim Flight ist deutlich schmaler als der Standard Flight. Ansonsten gibt es eigentlich keine gravierenden Unterschiede. Auffällig ist, dass diese Form von Flights ebenfalls in den Anfängerpaketen enthalten ist. Zusammen mit dem Standard Flight ist der Slim Flight die am häufigsten verwendete Flightart. Auch auf das Flugverhalten wirkt sich die Änderung der Form natürlich aus. Im Gegensatz zum Standardflight hängen die Pfeile mit dem Slimflight etwas nach unten. Es ist also gut möglich die nächsten beiden Pfeile auf den ersten im Board draufzulegen. Wer solch einen Wurfstil bevorzugt, der ist mit den Slim Flights gut bedient.

 

Der Pear Flight

Der Pear Flight besitzt nicht wie seine beiden Vorgänger eckige Kanten, sondern ist eher rund geformt. Auffällig ist bei diesem Flight, dass er kaum von einem Profi genutzt wird. Dennoch kann der Flight unter anderem einen Vorteil haben, denn durch die rundliche Form nimmt der Pfeil ein enormes Tempo aus. Für Spieler mit einem geradlinigen Wurfstil kann der Pear Poly also hilfreich sein, da der enorm schnell und gleichbleibend durch die Luft gleitet.

 

Der Kite Flight

Der Kite Flight sorgt für eine Mischung seiner drei Vorgänger. Nicht so groß wie der Standardflight, nicht so eckig wie der Slimflight, aber auch nicht so rund wie der Pearflight. Wer nach einer gesunden Mischung sucht, der ist mit diesem Flight gut bedient. Häufig benutzt wird er in der Praxis aber nicht. Auch wenn viele Spieler die meisten Arten von Flights ausprobieren, kehren sie meist entweder zum Standard Flight oder dem Slim Flight zurück.

 

Der Vortex Flight

Der Vortex Flight ist eine ganz besondere Variante. Es gibt ihn schon ewig und er erinnert eher an eine Feder als an einen gewöhnlichen Dartflight. Besonders seine Form macht ihn einzigartig. Dennoch gehört er nicht zu den Exoten unter den Flightformen. Der Vortexflight ist schon seit gefühlten Ewigkeiten auf dem Markt und wird vor allem von älteren Spielern noch immer gespielt. Auch für Anfänger kann der Flight aber empfehlenswert sein.

 

Der Fantail Flight

Die letzte Form, die an dieser Stelle vorgestellt werden soll, ist der Fantail Flight. Er ist lediglich etwas breiter als der Slim Flight und besitzt am oberen Ende abgerundete, statt eckige Kanten. Der Fantail Flight wird ähnlich wie der Kite Flight nicht häufig gespielt. Ein paar einzelne Spieler sind aber auch auf Turnieren immer wieder anzutreffen, die auf diese Flightform schwören.

 

Nur Probieren hilft euch wirklich weiter

Ohne selbst die verschiedenen Flightarten zu probieren, werdet ihr nicht wissen was für euch das Beste ist. Der Grund liegt ganz einfach darin, dass jeder Spieler ein eigenes Wurfverhalten und eigene Darts hat. Selbst wenn beide Dinge aufeinander abgestimmt sind, kann die Form des Flights für große Veränderungen im Wurf sorgen. Wichtig ist schließlich, dass ihr euch beim Werfen wohl fühlt und den Pfeilen auch vertraut.

 

Unterschiedliche Maße sorgen für unterschiedliche Flüge

Die Maße der verschiedenen Flightformen sind überall unterschiedlich. Dies hat natürlich zur Folge, dass kein Pfeil wie der andere fliegt, wenn ihr die Flights austauscht. Ein kleiner Tipp am Rande: Versucht doch einfach mal euer Dartset mit drei verschiedenen Flightarten zu bestücken und werft einfach drauf los. Ihr werdet schnell merken mit welchen Flights ihr euch wohl fühlt.

 

Materialien für Dart Flights

Der Flights ist ein Abnutzungsgegenstand. Nicht ohne Grund zahlt ihr für einen Satz Flight noch unter zwei Euro. Dies hat seinen Grund. Ein Flight ist nicht gerade stabil. Meist nutzt er sich innerhalb weniger Stunden bedenklich ab. Genau aus diesem Grund wurde auch beim Material variiert. Neben den gewöhnlichen Kunststoffflights gibt es mittlerweile auch stabilere Varianten aus Stoff.

 

Kunststoff vs. Stoff

Verschiedene Materialien von Dart FlightsDie Dicke des Materials spielt die wichtigste Rolle. Anzumerken ist grundsätzlich, dass dünne Flights einen geringen Wiederstand bieten. Sowohl in der Luft als auch im Board. Es ist wie so oft: es gibt Vor- und Nachteile. Die Vorteile beim Kunststoff Flight liegen darin, dass nachfolgende Pfeile im Board nicht so stark abgelenkt werden. Der dünne Flight gibt also eher nach. In der Luft selbst bedeutet dies, dass der Flight ebenfalls eine gewisse Stabilität benötigt. Dünne Flights sind daher meist günstiger als dicke, da sie nicht so lange halten und auch meist ein schlechteres Flugverhalten vorweisen.

Der Stoffflight ist dennoch nicht so verbreitet wie der Kunststoffflight. Der Flight aus Stoff hält meist deutlich länger als jener aus Kunststoff. Wie lässt sich das erklären. Eigentlich hält der Flight aus Stoff länger und fliegt auch besser, dennoch wird er eher selten in der Praxis genutzt – zumindest über längere Dauer. Der Grund ist simpel. Der Stoffflight ist stabil. Dies sorgt dafür, dass der Flight kaum nachgibt. Es ist es gut möglich, dass nach einer ersten Triple 20 der darauffolgende Dart am Flight abprallt anstatt ebenfalls in die Triple 20 zu fliegen. Stichwort: Bouncer!

Genau aus diesem Grund wird der Flight aus Stoff eher beim E-Dart genutzt. Hier muss lediglich die Spitze das Ziel berühren und der Score zählt. Beim Steeldart muss der Pfeil bekanntlich im Board hängen bleiben.

 

Dart Flights selbst gestalten

Dart Flight selber designen und bedruckenNatürlich gibt es auch Möglichkeiten sich die Flights selbst zu gestalten. Immer wieder suchen die Menschen nach Flights mit dem Logo ihres Vereins aus der Bundesliga. Fußballfans sind nun mal auch häufig Dartfans. Genau aus diesem Grund gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Bundesligavereinen, die ihr Logo zur Verfügung stellen. Diese kann man auf die Flights der Darts drucken zu lassen. Die Bundesliga Flights sind zudem gerade bei Anfängern sehr beliebt.

Bei uns im Shop könnt ihr euch eure eigenen Dart Flights mit eurem Logo bedrucken lassen: https://mydartpfeil.com/produkt/individuelle-flights-12-sets/

Erfahrenere Spieler legen da weniger Wert auf das Aussehen. Sie nutzen beispielsweise Flights, die qualitativ dafür hochwertiger sind.

 

Wie schütze ich meine Flights vor schnellen Schäden?

Schutzmoeglichkeiten von Dart FlightsDie Flights sind der empfindlichste Teil beim Dartpfeil. Es ist also nötig sie vor schnellen Schäden zu schützen. Hierzu gibt es beispielsweise die sogenannten Flightschoner, die auf den Flight draufgesteckt werden. Zwar prallt der zweite Pfeil noch immer am ersten ab, jedoch wird der Flight „verschont“ weil die Spitze auf die Schutzkappe auftrifft. Zudem gibt es die Möglichkeit Flights vor dem Abfallen am Shaft zu schützen. Mit einem Locher und entsprechenden Befestigungsringen lässt sich der Flight sicher anbringen und fällt deutlich seltener ab. Das alles sorgt auch für eine gewisse Nachhaltigkeit beim Thema Flights aus Plastik.

Ein weiterer Trick wie man seine Dartflights schützt, sind sogenannte Trident 180 Kappen. Diese bringt man auf den Stahlspitzen von Steeldarts an. Die Kappen helfen, dass der Dartpfeil einfach an einem im Board steckenden Pfeil vorbeigleitet.

 

Text: Alex Krist / myDartpfeil

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