Wie hält und wirft man Dartpfeile?

Jeder hat sich wohl schon einmal die Frage gestellt, ob es die eine perfekte Wurfbewegung gibt. Um die Antwort vorwegzunehmen: Wir müssen euch enttäuschen, denn die gibt es leider nicht. Dennoch gibt es einige Regeln, an die ihr euch halten solltet. Diese gelten beim Zielen, Halten und Abwerfen des Dartpfeils. Wir möchten euch einen Einblick geben, worauf es beim Halten des Darts und der Wurfbewegung ankommt, um gute Darts zu spielen.

 

Die gesamte Wurfbewegung – ein komplexer Vorgang mehrerer Mechanismen

Bei der gesamten Wurfbewegung kommen einige Dinge zusammen, die passen müssen. Erfahrene Dartspieler wissen, welch eine Arbeit dahintersteckt bis zur Weltspitze im Dartsport vorzustoßen. Insgesamt lässt sich der gesamte Ablauf in sechs Teilvorgänge unterteilen. Auf diese möchten wir zunächst eingehen.

 

1. Das Zielen

Anvisieren der DartspitzeDer erste Vorgang beinhaltet das Zielen. Das Zielen geschieht, in dem ihr ein bestimmtes Feld mit dem Auge anvisiert. Einige Spieler nutzen auch den Dart, um ein Feld anzuvisieren. Beispielsweise in dem die Spitze des Darts vor dem Auge auf das gewünschte Feld gehalten wird. Das Zielen geschieht allerdings beim Darts nur zu einem Teil bewusst, da der gewünschte Erfolg nicht vom Zielen an sich abhängt. Vielmehr profitiert ein guter Spieler von einer automatisierten und sich immer wieder wiederholenden Bewegung.

 

2. Das Halten der Darts

Phil Taylor und Rob Cross WurfZur Wurfbewegung gehört auch der Griff am Dartpfeil. Dieser sollte natürlich immer gleich sein. Allerdings ist dies viel leichter gesagt als getan, denn schon ein Millimeter kann hier für große Unterschiede der Würfe sorgen. Wenn ihr den Pfeil beispielsweise einen Millimeter weiter hinten oder vorne greift als gewöhnlich, kann dies große Auswirkung haben. Am Ende fehlt vielleicht genau dieser Millimeter, um ein Spiel zu beenden und das Doppelfeld zu treffen. Grundsätzlich gilt Darts als ein Spiel, bei dem das Spielgerät mit zwei Fingern gehalten wird. Dies ist allerdings kein Muss. Auch das Halten mit drei oder gar vier Fingern wird immer häufiger von den Profispielern praktiziert. Während ein Phil Taylor den Dart mit zwei Fingern gegriffen hat, schließt Rob Cross fast die halbe Hand um den Pfeil herum. Letztlich ist es eine reine Gefühlssache, wie ihr den Pfeil haltet. Wichtig ist nur, dass ihr den Dartpfeil immer wieder gleich haltet.

 

3. Das Zurückziehen des Wurfarmes

Nicht nur auf die richtige Fingerhaltung kommt es beim Darts an, sondern auch auf den Bewegungsablauf beim Wurf selbst. Hierzu zählt auch das Ausholen und Schwung holen für den Abwurf – das sogenannten Zurückziehen. Auch dieser Vorgang muss automatisiert sein. Bei jedem Vorgang mit Bewegung kann es allerdings schwierig sein, diese immer exakt zu wiederholen. Hierzu gibt es auch die Möglichkeit die eigene Wurftechnik einer Wurfanalyse zu unterziehen. Die Profis machen dies beispielsweise mit hochmodernen Computerprogrammen und analysieren ihre Wurfbewegungen haargenau mit Hilfe von Highspeed Kameras. Höchst interessant ist in diesem Zusammenhang auch die unterschiedliche Herangehensweise der verschiedenen Spieler. Während einige den Arm neben dem Kopf weit zurückziehen, halten anderen den Dart nur bis vor die Nase und minimieren diese Rückzugsbewegung etwas.

 

4. Die Beschleunigung

Die Beschleunigung ist der vierte Teil der Wurfbewegung. Hiervon hängt die Qualität des Spiels wohl mit am meisten ab. Denn gerade in der Beschleunigung geschieht es relativ häufig, dass Unterschiede auftreten. Um dies zu verhindern, solltet ihr euch einen Weg suchen euch selbst zu kontrollieren, wie schnell ihr den Wurf ausführt. Es geht darum ein gutes Gefühl für den Abwurf zu bekommen. Am Ende ist die Beschleunigung aber ein Zusammenspiel mit dem ersten Punkt, dem Zielen. Denn genau das perfekte Zusammenwirken von visuellem Zielen und dem gefühlten beschleunigen, um ein bestimmtes Feld zu treffen, kann euren Erfolg prägen.

 

5. Der Abwurf des Pfeils

Der Abwurf des Pfeils umschreibt den Moment des Loslassens. Hierzu soll eines gesagt sein. Wenn ihr Probleme mit eurer Wurftechnik habt, dann ist es gut möglich, dass es am Abwurf liegt. Die mittlerweile nicht mehr unbekannte Dartitis, eine Krankheit bei der der Spieler den Pfeil nicht mehr im gewünschten Moment loslassen kann, ist ein großes Problem. Der Moment des Abwurfs und des Loslassens der Darts fällt den meisten Hobbyspielern nicht leicht. Denn wenn es so einfach wäre diesen Ablauf immer exakt zu wiederholen, dann wären wir wohl alle Dartprofis.

 

6. Die Nachwurfbewegung

Michi Untersuchter BDO WurfZu einer genauen Wurfanalyse zählt aber auch die Nachwurfbewegung. Gerade wenn der Wurf unsauber zu Ende geführt wird, entstehen auf Dauer Probleme im Spiel. Hierbei könnt ihr euch eine Regel für Anfänger merken, um dauerhaft einen gleichen Ablauf zu gewährleisten. Zunächst ist es wichtig jeden Dart als gleich wichtig anzusehen. Dann kommt es auch darauf an, dass der Wurf komplett durchgezogen wird. Dies könnt ihr mit einer einfachen Methode selbst kontrollieren. Dabei zwingt ihr euch nach jedem Wurf mit dem Zeigefinger dem Dartpfeil „hinterherzuzeigen“. Zieht also den Arm komplett durch und geht die Flugbahn mit dem Zeigefinger somit mit.

 

Auch die Flugkurve gilt es zu beobachten

Dart Oche PositionBesonders lohnt es sich die Flugkurve zu beobachten. Wenn ihr diese in Form eines Videos aufnehmt und analysiert, könnt ihr viel für euch herausfinden. Zum Beispiel ob der Pfeil vielleicht etwas mehr gerade im Board landen muss oder eben nicht. Dadurch könnt ihr wiederum den Dart so umbasteln, dass der gewünschte Effekt eintritt. Dazu lohnt es sich unsere anderen Blogartikel zu passenden Flights, Schäften und Barrels durchzulesen. Doch nicht nur die Flugkurve ist ein gutes Instrument, um an seiner eigenen Wurftechnik zu arbeiten. Auch der Stand ist sehr wichtig. Nicht umsonst stehen einige Spieler, wie beispielsweise Stephen Bunting, etwas versetzt und nicht gerade zum Board. Auch solltet ihr eure beste Position am Oche herausfinden, um den Pfeil im gewünschten Feld zu platzieren. Häufig besitzt ein Spieler einen leichten Links- oder Rechtsdrall. Dieser führt dazu, dass der Dart eher in der 5 oder 1 landet, statt in der 20. Wir haben euch speziell dazu hier ein paar Trainingstipps aufgeschrieben, welche die Qualität eures Spiels nochmal anheben werden.

Beachtet also all diese oben genannten Parameter und versucht stetig an eurem Wurfstil zu arbeiten. Dann werdet ihr auf Dauer auch eine Verbesserung eurer Wurfgenauigkeit herbeiführen. Etwas Geduld gehört aber auch dazu, denn wie sagt ein altes Sprichwort: „Gut Ding will Weile haben“.

Text: Alex Krist / myDartpfeil

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