Dart Schäfte – Unterschiedliche Längen und Materialien

Neben dem Barrel und dem Flight gibt es noch einen dritten Bestandteil am Dart, welcher ausschlaggebend für euren Erfolg ist. Die Rede ist vom sogenannten Schaft. Der Schaft bildet die Verbindung zwischen Barrel und Flight und trägt zur Stabilität der Flugbahn des Dartpfeils bei. Die Schäfte sind wie die Flights Verschleißteile und in unterschiedlichen Längen sowie Materialien erhältlich. Daher kann man mit verschiedenen Variationen experimentieren um den perfekten Dartpfeil für sich zu finden. Hergestellt werden Schäfte üblicherweise aus den Materialien Aluminium oder Kunststoff. Wir möchten euch in diesem Artikel einen kleinen Einblick geben, welche Arten von Dart Schäften es gibt und euch zudem bei der Suche nach eurem passenden Schaft helfen.

 

Der Schaft und die Materialfrage

Schaefte aus Kunststoff und AluminiumGrundsätzlich könnt ihr den Schaft in zwei unterschiedlichen Materialien erwerben. Entweder ihr entscheidet euch für ein Modell aus Aluminium oder ihr wählt den Schaft aus Plastik beziehungsweise Nylon. Doch welchen Unterschied macht das Material wirklich? Tatsächlich ist es so, dass der Aluminiumschaft eine andere Form hat als das Produkt aus Nylon. Während der Nylonschaft meist etwas dicker ist, besitzt der Aluiminiumschaft seine typisch schlanke Form.

Beide Produkte haben ihre Vorteile. Der Dart Schaft aus Plastik hat den großen Vorteil, dass der Schaft bei einem sogenannten Robin-Hood-Wurf nicht so schnell ruiniert ist. Beim Aluschaft bricht oftmals eine der Kronen heraus, wenn ein Pfeil im Schaft landet. Somit hält der Flight nicht mehr und der Schaft muss komplett ersetzt werden. Die Lebensdauer ist also beim Modell aus Plastik tendenziell höher. Der Schaft aus Plastik hat allerdings den Nachteil, dass die Flights oftmals sehr leicht abfallen. Hierbei ist es möglich mit einem Locher und einem kleinen Aluring für den nötigen Halt zu sorgen. Allerdings wird bei diesem Vorhaben wieder zusätzliches Dart Zubehör benötigt. Mittlerweile spielen die meisten Stars in der PDC mit dem Schaft aus Plastik. Einen bestimmten Grund gibt es hierfür aber nicht, denn das Flugverhalten wird durch das Material nur minimal beeinflusst.

 

Unterschiede vom Dart Schaft auch in der Länge

Mittlerweile gibt es Dart Schäfte in etlichen verschiedenen Längen. Ob kurz oder lang, für jeden ist etwas dabei. Dabei sind hier die Auswirkungen des jeweiligen Schafts nicht zu vernachlässigen. Wenn ihr mit euren Darts drei oder vier verschiedene Längen an Schäften ausprobiert, werdet ihr die heftigen Auswirkungen schnell spüren. Eine wichtige Info hier: es gibt je nach Materialauswahl keine Gewichtsunterschiede bei den Schäften.

Medium oder Short SchaefteAber zurück zu den Auswirkungen bei der Länge. Grundsätzlich liegt der Unterschied in der Flugbahn des Darts. Hierbei kommt es zunächst darauf an, wie lang euer Barrel ist und wo der Schwerpunkt liegt. Hinzu kommt natürlich eure individuelle Wurfhaltung. In der Regel geschieht aber folgendes: Bei einem langen Schaft stecken die Dartpfeile häufig ungerade im Board. Je nach Wurfstil ist das absolut gewollt. Ein Beispiel hierfür auf der PDC-Tour ist Devon Peterson, der wohl mit Abstand die längsten Darts spielt. Bei ihm stecken die Darts so im Board, dass er den zweiten und dritten Pfeil unterhalb des ersten platzieren kann. Ganz anders gestaltet sich die Lage bei einem kurzen Schaft. Hier stecken die Darts häufig sehr waagerecht im Board wie beispielsweise beim Altmeister Phil Taylor. Dieser hat seine nachfolgenden Darts eher auf den ersten drauflegt statt sie zu „unterwerfen“. Genau hier muss jeder für sich herausfinden, welche Länge vom Schaft am besten zum eigenen Wurfstil passt.

 

Gute Schäfte sind eine Qualitätsfrage

Wie bei allem Darts Zubehör gibt es auch Shafts (Schäfte in engl.) in unterschiedlichen Preisklassen. Dies ist zunächst nicht weiter verwunderlich. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass diese Preisunterschiede einen großen Einfluss haben können. Billige Shafts haben oftmals das Problem, dass sie nicht alle völlig gerade sind. Dies kann natürlich für einen Dartspieler, der immer wieder dieselbe Bewegung macht katastrophal sein. Durch einen leichten Bogen in den Shafts, der durch eine mangelhafte Verarbeitung entstehen kann, fliegt der Pfeil also anders. Es ist dabei manchmal gar nicht so einfach zu erkennen, ob ein Schaft ungerade ist. Dies kann auf Dauer dazu führen, dass ein Spieler nicht versteht, warum der Pfeil nicht mehr wie gewohnt fliegt und öfters das Ziel verfehlt.

 

Auch ausgefallene Modelle gibt es auf dem Markt

Neben den ganz gewöhnlichen Modellen gibt es auch noch ein paar ausgefallene Modelle, die immer wieder bei Profispielern zu finden sind. Das beste Beispiel ist der damalige Schaft von Phil Taylor als er noch von der Firma Unicorn gesponsert wurde. Hierbei besaß der Schaft einen schmal eingefrästen Hohlraum. In diesen Hohlraum wurde dann der Flight geschoben. Der Flight wurde also nicht auf den Schaft draufgesteckt, sondern in ihn hinein. Bislang war Phil Taylor der einzige Spieler, der diese Art von Schaft erfolgreich spielen konnte.

Ebenfalls etwas ausgefallener ist der Spin-Shaft. Auch dieser konnte sich bislang nicht in der Breite durchsetzen. Beim Spinning Schaft dreht sich das Ende mit an dem der Flight befestigt ist. Damit sollen häufige Bouncer vermieden werden, welche bei festen Flight häufiger vorkommen. Durch die Rotation soll sich der Flight bei einem Aufprall eines folgenden Pfeiles „aus dem Weg drehen“ und für Platz sorgen.

 

Der Preis für einen Satz Schäfte

Preislich zählen die Shafts eher zu dem günstigeren Dart Zubehör. In der Regel zahlt ihr zwischen einem und fünf Euro für einen Satz Shafts. Die Modelle aus Aluminium sind jedoch meist etwas teurer als das Produkt aus Plastik. Der Grund liegt im Material an sich, da Plastik generell viel günstiger ist als das Aluminium.

 

Dart Shafts für Anfänger

Falls ihr noch zu den blutigen Anfängern gehört, solltet ihr zu Beginn diese Arten an Shafts ausprobieren:

  • Long Shaft, 55 mm
  • Medium Shaft, 48 mm
  • Intermediate Shaft, 41 mm
  • Short Shaft, 36 mm
  • Extra Short Shaft, 26 mm (nicht für Anfänger geeignet!)

Verschiedene Längen bei SchaeftenDiese vier Modelle werden auch von den Profis am häufigsten gespielt. Ob ihr nun einen Schaft aus Plastik oder doch ein Produkt aus Aluminium nutzen wollt, liegt bei euch. Insgesamt solltet ihr aber alle Längen ausprobieren, um herauszufinden ob euer Wurf nicht doch noch ein Stück verbessert werden kann. Manchmal kommt es eben auch vor, dass der Wurf noch nicht ausgereift ist und bislang zu wenige Varianten von euch ausprobiert wurden. Gut möglich also, dass auch der Schaft für euren besten Wurf noch im Verborgenen liegt. Am Ende gilt: Einfach ausprobieren, nur so gelingt es euch den perfekten Schaft zu finden.

Text: Alex Krist / myDartpfeil

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