Dart Checkout: Wichtige Darts Finishes beherrschen wie die Profis

Das Rechnen beim Steeldarts ist elementar in dieser Sportart. Während beim E-Darts alle geworfenen Punkte automatisch von der Restpunktzahl abgezogen werden, gilt es beim Steeldarts das Hirn mit zu benutzen. Bei Dartsautomaten werden oftmals nicht nur die Punkte automatisch subtrahiert, sondern gar die Finish-Wege angezeigt, sobald sich der Spieler im Checkout-Bereich befindet. Auch dies ist mein Steeldart bekanntlich nicht der Fall. Das Dart Checkout ist der Moment im Spiel, der vermutlich die höchste Konzentration erfordert. Umso wichtiger ist es, dass der Spieler weiß was er tut und sich auf den Wurf, statt auf eine Rechenaufgabe konzentrieren kann.

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Dart Checkout – die Wichtigkeit in einem Satz

Dart Checkout Tabelle„Triple is funny, but double makes the money“ lautet ein berühmter Satz aus dem Dartsport. Nur, wenn der Spieler am Ende das Doppel trifft, kann er ein Spiel und somit auch Preisgeld gewinnen. Doch es gehört noch mehr dazu. Gerade die Rechenwege im Checkout-Bereich sind elementar. Zwar habt Ihr zu Hause vielleicht eine Checkout-Tabelle an der Wand hängen und könnt nochmal nachschauen, wenn Ihr Euch unsicher seid, im richtigen Wettkampf müsst Ihr Eurem Kopf allerdings vertrauen.

Mehr Konzentration durch gelernte Dart Checkout Wege

Aus diesem Grund solltet Ihr lernen Scores im Kopf zu rechnen, um Euch das bestmögliche Finish zu stellen. Besonders der Wurfrhythmus spielt hier nochmal eine Rolle. Wenn Ihr die Rechenwege für die Dart Checkouts im Kopf habt, so könnt Ihr Euren Rhythmus fortführen, ohne in der Konzentration unterbrochen zu werden. Ist dies jedoch nicht der Fall, kann es durchaus stören, wenn Ihr selbst einige Sekunden benötigt, um erst einmal auszurechnen, wie Ihr das Dart Checkout am besten spielt. Häufig sind genau diese Sekunden am Ende dafür verantwortlichen, dass Ihr aus Eurem Tunnel kommt und das Doppel nicht treffen könnt.

 

Probleme beim Dart Checkout – Rechenschwierigkeiten, Nervosität, fehlendes Training

Sobald im Steeldart ein Finish steht ist für einen Spieler klar, welche Felder er treffen muss, um das Leg oder ein Spiel zu beenden. Hierbei haben Hobbyspieler häufig Schwierigkeiten mit dem Rechnen, der eigenen Nervosität oder dem fehlenden Training der Finishes. Aus diesem Grund solltet Ihr Euch vor einem Spiel eine Taktik zurechtlegen, um diese Probleme umgehen zu können. Wir werden in den folgenden Absätzen etwas genauer darauf eingehen, was ein Hobbyspieler tun kann, um den Checkout-Bereich erfolgreich zu meistern.

 

Fange früh an zu rechnen

Für einen Dartspieler ist es von großer Bedeutung möglichst früh anzufangen zu rechnen. Wie früh, wird allerdings oftmals von einigen Spielern unterschätzt. Um sich darauf zu konzentrieren, möglichst schnell bzw. mit möglichst wenigen Pfeilen in den Finish-Bereich zu gelangen, gilt es also dementsprechend auch zu rechnen. Dies bedeutet im Klartext: Ab einer Punktzahl von 350 beginnen die Dartprofis zu rechnen, um sich am Ende ein Finish zu stellen.

 

Frühes Rechnen kann Scoring schlagen

170er CheckoutDoch weshalb genau 350? Die Antwort liegt im höchsten Finish beim Darts – der 170. Erzielt Ihr also eine 180, um Euch das erste Finish zu stellen, nämlich die 170, ist es mit 6 Pfeilen möglich 350 Punkte auf 0 zu bringen. Daran wird ersichtlich, dass professionelle Dartspieler oftmals bereits nach einer oder zwei Aufnahmen beginnen sich für ein bestimmtes Finish zu stellen und rechnen. Ein Hobbyspieler hingegen beginnt nicht selten erst nach 4, 5 oder gar 6 Aufnahmen zu rechnen, da der Finish-Bereich erst dann realistisch erscheint. Aus diesem Grund: beginnt möglichst früh zu rechnen, um Euch Euer Wunsch Checkout zu stellen.

 

Vermeide das Stellen von Bogey-Zahlen

Fies wird es bei einem guten Leg eines Dartspielers, wenn er sich letztlich auf eine Bogey-Zahl stellt. Doch was genau sind eigentlich Bogey-Numbern, von denen auch bei Fernsehübertragungen der Profis immer wieder die Rede ist?

Im Zahlenbereich von 159-169 gibt es insgesamt sieben Zahlen, die nicht mit drei Darts auf null gebracht werden können. Und dass, obwohl der Checkout-Bereich ja bereits mit dem höchsten Finish, der 170, beginnt. Folgende sieben Zahlen lassen sich also nicht mit drei Pfeilen und einem abschließenden Wurf auf ein Doppelfeld auf null bringen:

169, 168, 166, 165, 163, 162, 159

Genau aus diesem Grund solltet Ihr vermeiden Euch eine dieser sieben Zahlen zu stellen. Denn zumindest die theoretische Möglichkeit eine 167 zu checken übt mehr Druck auf den Gegner aus, als die Gewissheit, dass er ohnehin noch sechs Pfeile Zeit hat ein Leg zu checken. Rechnet also vorher, um Euch statt der 169 beispielsweise lieber 170 Punkte Rest zu lassen.

 

Trainiere ein paar Doppelfelder immer wieder, um Sicherheit zu gewinnen

Zum Darts Checkout gehören bekanntlich auch die Doppelfelder. Auch hier gibt es etliche Besonderheiten. So macht Ihr es Euch deutlich leichter, wenn Ihr Euch ein Checkout stehen lasst, welches Ihr mit einem Doppelfeld beenden könnt, dass sich nochmal durch zwei Teilen lässt. Weshalb ist das so wichtig?

Die Sünden des Checkouts Schriftzug über 2 DartscheibenEin Beispiel: Bei 32 Punkten zielt Ihr auf die D16. Trefft Ihr die 16, zielt Ihr auf die D8, trefft Ihr nun die 8, habt Ihr noch immer die Möglichkeit die D4 mit dem letzten Pfeil zu treffen. Anders ist dies beispielsweise bei der D5. Geht der erste Pfeil über die D5 und der zweite Pfeil in die einfache 5, so könnt Ihr mit dem dritten Pfeil nicht mehr checken, da mit 5 Punkten eine ungerade Punktzahl zu Buche steht. Trainiert daher ganz bestimmte Doppelfelder immer wieder, um Euch Selbstvertrauen zu holen. Doch vor allem solltet Ihr die Felder trainieren, die Ihr im Spiel bevorzugt.

 

Lerne die Finish-Wege auswendig

Ebenfalls lohnenswert ist es, die Finishwege auswendig zu lernen. Natürlich erfordert dies jede Menge Geduld, Übung und Training, viele Checkout Wege merkt Ihr Euch aber dann schon von alleine, wenn Ihr so nur oft genug spielt. Nichts ist schlimmer, als den „perfekten“ Weg für ein Finish nicht richtig zu kennen und den ersten Pfeil ausversehen auf die 20, statt auf die 18 zu werfen.

 

Versuche Dir ein Finish zu stellen, bei dem du nur ein Tripelfeld benötigst und umbauen kannst

132 CheckoutDaran knüpft auch der letzte Tipp an. Einige Finishes klingen zwar hoch, benötigen aber nur einen Treffer im Tripel, um sie zu checken. Das absolute Lieblingsbeispiel der Profis hierfür ist die 132. Ihr benötigt lediglich ein Tripel, um 132 zu checken. Entweder Ihr spielt Bull-Bull-D16, was zugegeben nur selten gelingt, oder aber Ihr wählt den alternativen Weg. Zielt auf das Bull, trefft Ihr das Single Bull, ist das Finish noch nicht Tod. Nun benötigt Ihr die T19, um Euch 50 Punkte Rest zu lassen. Ihr seht also: Rechnen lohnt sich, denn etliche Darts Checkouts lassen sich auf Null bringen, obwohl der erste Pfeil nicht exakt das optimale Ziel trifft.

Text: Alex Krist / myDartpfeil

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