Dart Fingerhaltung: Verschiedene Varianten im Überblick

Als Anfänger steht man ganz zu Beginn seiner Dartskarriere vor einer entscheidenden Frage, der man durch verschiedene Handlungen auf den Grund gehen möchte. Wie halte ich den Dart richtig? Einzig richtig ist, dass es hierfür keine pauschale Lösung gibt. Dies zeigt auch die Vielfalt der Profis einen Dart in der Hand zu halten. Während beispielsweise Phil Taylor den Dart nur mit zwei Fingern aus der Hand warf, gibt es Spieler, die nahezu die gesamte Hand nutzen. Doch was ist für einen Anfänger am besten, um das Spiel Darts erst einmal zu erlernen? Gibt es goldene Regeln oder solltet Ihr nur dem Instinkt folgen?

 

Lesezeit: 4 Minuten

 

Die Dart Fingerhaltung – wie finde ich heraus, welche die Richtige für mich ist?

Es gibt diverse Techniken, auf die Ihr aufbauen könnt, wenn Ihr herausfinden wollt, wie Ihr den Pfeil richtig haltet. Die Wurftechnik ist im Darts bekanntlich ein Teil des großen Ganzen. Entscheidend ist die Kombination zwischen Wurfbewegung, Fingerhaltung und Dartpfeil. Nur, wenn alle drei Komponenten perfekt zueinander passen, könnt Ihr wirklich davon ausgehen, dass Ihr Euer maximales Level erreicht habt.

myDartpfeil HandInsgesamt gibt es vier Grundvarianten den Pfeil in der Hand zu halten. Mit zwei, drei, vier oder gar fünf Fingern. Bei Letzterem spricht man auch von der „Hand-Variante“. Wir gehen in den folgenden Abschnitten etwas näher auf die Vor- und Nachteile der diversen Fingerhaltungen ein. So möchten wir Euch helfen rauszufinden, welche Fingerhaltung am besten zu Eurem Wurfstil und den Darts passt.

 

Die Zwei-Finger-Variante – die Dart Fingerhaltung für echte Könner

Es gibt nicht viele von diesen Spielern, die tatsächlich nur mit zwei Fingern werfen. Gründe hat es viele. Doch es ist, um dies noch einmal zu verdeutlichen, absolut kein Qualitätsmerkmal, mit wie vielen Fingern die Spieler den Dartpfeil in der Hand halten. Darts ist in der Regel ein Zwei-Finger-Sport. Nur die wenigsten betreiben ihn allerdings so. Die Gründe sind vielfältig. Genutzt werden bei dieser Variante übrigens der Daumen sowie der Zeigefinger.

Der große Nachteil dieser Variante kann ebenso als Vorteil gewertet werden. Ihr fragt Euch vermutlich jetzt wie das denn bitte sein kann. Dadurch, dass Ihr den Pfeil nur mit zwei Fingern haltet, fällt es Euch zu Beginn vermutlich schwer den Pfeil kontrolliert ins Board zu werfen. Der Grund ist, dass die Führung des Pfeils bei der Wurfbewegung immer wieder leicht variieren kann und nie gleich ist. Zumindest dann nicht, wenn Ihr als Anfänger am Board steht und Eure Wurfbewegung noch nicht ausgereift ist.

Der große Vorteil an dieser Variante ist hingegen, dass Ihr mit zwei Fingern so wenige Berührungspunkte mit dem Pfeil wie nur möglich habt. Dies bedeutet gleichzeitig auch, dass es beispielsweise nur zwei Finger gibt, die Eure Wurfbewegung und –haltung verändern können. Zumindest bei fortgeschrittenen Spielern ist die Gefahr, dass der Pfeil unkontrolliert ins Board fliegt, relativ gering.

Taylor FingerhaltungHeißt im Klartext: Als Anfänger keine gute Idee, als fortgeschrittener Spieler kann es durchaus erfolgversprechend sein. Probiert es selbst aus.

Ach übrigens: Der größte Dartspieler aller Zeiten, Phil Taylor, nutzte genau diese Zwei-Finger-Variante. 😉

 

Die Drei-Finger-Variante – den Dartpfeil richtig halten, um die Wurftechnik zu perfektionieren

Bei der Drei-Finger-Variante werden sich vermutlich der größte Teil der Leser angesprochen fühlen. Diese Variante kommt am häufigsten zur Anwendung. Gespielt wird diese Dart Wurftechnik mit dem Daumen, dem Zeige- und dem Mittelfinger. Als Anfänger ist es instinktiv meist die erste Wurftechnik auf die vermutlich auch Ihr zurückgreifen werdet.

Die große Frage die sich allerdings stellt ist, welche Vor- und Nachteile sie einem Anfänger sowie einem fortgeschrittenen Dartspieler bietet. Zunächst einmal möchte ich Euch näherbringen, wieso Ihr den Pfeil instinktiv so greift. Ein kleines Experiment: Nehm einen Stift und schreibt ein paar Worte auf ein Blatt Papier. Erst nachdem Ihr dies instinktiv getan habt, stoppt Ihr mit dem Schreiben und schaut Euch an, wie genau Ihr den Stift haltet. Da der Dartpfeil sowohl von der Form als auch von der Länge durchaus mit einem Stift zu vergleichen ist halten wir den Pfeil oftmals auch genauso, wie wir Stifte beim Schreiben in der Hand halten. Der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier.

Der Vorteil dieser Variante ist, dass sie einem vom Kopf her zu Beginn die größte Sicherheit gibt. Ganz einfach, weil es eine gewohnte Fingerhaltung ist. Der Nachteil ist, dass man sich dadurch oftmals auf diese Fingerhaltung versteift. Da beim Darts aber auch der Pfeil sowie die gesamte Wurftechnik einen Einfluss darauf haben, wie der Dart landet, solltet Ihr Eure Fingerhaltung diesen beiden Komponenten anpassen – nicht umgekehrt.

 

Die Vier-Finger-Variante – für Anfänger eine gute Dart Fingerhaltung, um sich heranzutasten

Die Vier-Finger-Variante ist die perfekte Dart Technik, um den Einstieg zu vereinfachen. Bei der Zwei-Finger-Variante habe ich Euch erklärt, dass die Stabilität beim Wurf extrem leiden kann, wenn Ihr noch nicht genügend Erfahrung gesammelt habt. Oder anders gesagt: Umso weniger Finger Ihr am Dart habt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr den Pfeil unkontrolliert abwerft – Ausnahmen bestätigen auch hier natürlich die Regel.

Mit der Vier-Finger-Variante kommen alle Finger, bis auf den kleinen Finger, zum Einsatz. Der Ringfinger, der bei dieser Variante zusätzlich genutzt wird, ermöglicht es Euch somit für mehr Stabilität zu sorgen. Aus diesem Grund nutzen viele Einsteiger diese Fingerhaltung, um erste Erfolge am Dartboard zu verzeichnen.

Grundsätzlich ist diese Fingerhaltung stark mit der Drei-Finger-Variante zu vergleichen, jedoch ist der vierte Finger für einige Spieler auch eher ein Problem, als ein Stabilisator. Dennoch spielen die meisten Spieler, auch unter den Profis, mit drei oder vier Fingern Darts.

 

Die Fünf-Finger-Variante – auch Hand-Variante genannt

Dart FingerhaltungenDie seltenste Variante Darts zu spielen ist die sogenannte Hand-Variante, bei der im Prinzip nicht nur die Fingerspitzen, sondern gar die ganze Hand genutzt wird, um das Board zu treffen. Immer wieder gibt es Akteure, die diesen unorthodoxen Wurfstil für sich entdeckt haben. Ich selbst erinnere mich an ein Turnier, bei dem ein Gegner diesen Wurfstil bevorzugte. Beim Einwerfen dachte ich noch, dass ich ihn deutlich schlage, weil es einfach nicht aussah, als könne man mit solch einer Dart Fingerhaltung spielen. Doch weit gefehlt. Ein Bruchteil der Dartspieler kann auch mit dieser Fingerhaltung erfolgreich aufs Dartboard werfen.

Ich selbst habe es daraufhin einmal ausprobiert – mit mäßigen oder besser gesagt gar keinem Erfolg. Ich denke, dass man für diese Wurftechnik geboren sein muss und sie nicht erlernen kann. Aber versucht es doch einmal selbst.

Text: Alex Krist / myDartpfeil

Leave a Reply