Dart Barrels: Gewichte und Materialien im Überblick

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Der Dartbarrel ist das Herzstück des gesamten Dartpfeils. Sieht man sich den Markt mittlerweile etwas genauer an, so wird deutlich, dass alle paar Tage neue Dart Barrels auf dem Markt zu finden sind. Nicht ohne Grund, denn auch die Anzahl der Dartspieler wächst schließlich stetig. Aus diesem Grund buhlen die Hersteller mit neuen Innovationen und Herstellungsverfahren bei den Dart Barrels um die Gunst der Spieler. Beim Dartbarrel kommt es auf viele Faktoren an und bis ihr euch sicher sein könnt die richtige Wahl getroffen zu haben, empfehlen wir euch verschiedene Dart Barrels auszuprobieren. Neben dem subjektiven Empfinden möchten wir hier erklären, worauf ihr achten solltet.

Dart Barrels für Anfänger

Für einen Anfänger ist es relativ schwierig sich überhaupt ein Bild von all den Alternativen zu machen. Meist erwirbt man ein Dartboard und ein Dartset – fertig. Dabei muss dieses Dartset längst nicht das Beste für den eigenen Wurfstil sein. Dennoch gibt es eine Grundregel die ihr als Anfänger beachten solltet. Beginnt mit einem realtiv schweren Barrel! Als Anfänger macht es Sinn mit Darts ab 22g aufwärts zu starten. Der Grund ist, dass schwere Barrels deutlich stabiler in der Luft liegen als leichtere. Gerade zu Beginn eurer Dartskarriere feilt ihr tagtäglich am Wurfstil, sodass ein stabiler Wurf das A und O ist. Wenn ihr den Dreh noch nicht ganz raus habt, werden leichte Dart Barrels gerade zu Beginn deutlich unruhiger in der Luft liegen. Mit der Zeit ist es üblich, dass viele Spieler das Gewicht der Barrels etwas senken.

 

Die Erfolgsfaktoren: Form, Länge, Gewicht, Grip und Verarbeitung

Um den richtigen Barrel zu finden, reicht es aber nicht nur den Blick auf das Gewicht zu richten. Insgesamt gibt es fünf entscheidende Erfolgsfaktoren bis ihr wirklich vom für euch perfekten Dart Barrel sprechen könnt. Bevor wir genauer auf die einzelnen Komponenten eingehen, gilt es diese Details kurz aufzuzählen:

  • Gewicht
  • Länge
  • Form
  • Grip
  • Verarbeitung

All diese Faktoren müssen aufeinander abgestimmt werden, um erfolgreich spielen zu können. Selbst wenn nur ein Merkmal nicht auf euren individuellen Wurfstil zutrifft, kann euch dies im eigenen Level enorm zurückwerfen. Denn was bringt beispielsweise der beste Barrel, wenn ihr mit der Form nicht klarkommt und der Dart unangenehm in der Hand liegt?

 

Das Gewicht des Dartbarrels – der Grundstein

Als Grundstein dient das Gewicht des Barrels. Das Gewicht entscheidet letztlich wie stabil der Pfeil in der Luft liegt und wo die Darts im Board auftreffen. Wenn ihr beispielsweise auf Dauer merkt, dass der Dart immer und immer wieder zwei Zentimeter unter der Triple 20 einschlägt, dann solltet ihr versuchen den gleichen Dart Barrel mit einem oder zwei Gramm weniger Gewicht zu spielen. Andersherum kann auch gesagt werden, dass ihr bei einer zu großen Streuung auf dem Board die Grammzahl etwas erhöhen solltet, um den Wurf zu stabilisieren. Hier muss aber jeder selbst seine Erfahrungen sammeln und am besten sowohl sehr leichte als auch sehr schwere Darts ausprobieren. Nur so merkt ihr, was wirklich zu euch passt.

Häufig klagen Spieler mit schweren Darts darüber, dass es auf Dauer anstrengend wird die Pfeile zu werfen. Selbiges gilt allerdings auch für zu leichte Darts bei denen ihr enorm viel Kraft aufwenden müsst, da ein strammer Wurf nötig ist. Ein gesundes Mittelmaß ist also die Lösung – zumindest in der Regel. Wir empfehlen dir bei Steeldarts daher zu Beginn ein paar Dart Barrels mit einem Gewicht zwischen 21 und 24 Gramm.

 

Die Länge des Dart Barrels – keine pauschale Empfehlung möglich

Kein wirkliches Qualitätsmerkmal, aber dennoch enorm wichtig für das Empfinden beim Wurf, ist die Länge der Dart Barrels. Hier lässt sich für Anfänger folgende Empfehlung ableiten: Längere Barrels liegen meist etwas stabiler in der Luft als kürzere Dart Barrels. Aus diesem Grund macht es Sinn erst einmal mit längeren Dart Barrels als Anfänger zu starten. Zudem können wir euch ein paar weitere Infos mit auf den Weg geben. Lange Barrels werden bei erfahrenen Dartspielern meist mit kürzeren Shafts gespielt. Generell merkt ihr aber recht schnell, ob ihr eher mit kurzen oder langen Darts zurechtkommt. Daher ist es durchaus möglich die Auswahl des Barrels von diesem Gefühl abhängig zu machen.

 

Die Form des Dart Barrels – Tropfen, Zylinder, Gewellt oder Torpedoform

Wir selbst haben zu Beginn unserer Dartslaufbahn gespürt, dass die Form ganz entscheidend für den Erfolg ist. Insgesamt gibt es vier Grundformen beim Barrel: Die Tropfenform, die Zylinderform, gewellte Darts Barrels oder die Torpedoform. Der Schwerpunkt der Dart Barrels liegt durch die jeweilige Form immer an einem anderen Punkt. Am besten findet ihr die richtige Form, wenn ihr einen Dartpfeil (egal welcher Form) in die Hand nehmt und genau hinseht wo ihr ihn anpackt. Greift ihr den Dart Barrel beispielsweise weit vorne, empfiehlt sich die Tropfenform. Einen geraden Barrel würden wir euch empfehlen, wenn ihr den Barrel mittig oder hinten anpackt. Die eigene Erfahrung zeigt, dass die Form des Barrels häufig einen noch größeren Einfluss hat als das Gewicht des Barrels.

 

Der Grip – Glatt oder Geriffelt?

Der Grip oder besser gesagt das Grip-Level ist die vierte Komponente für einen passenden Dart Barrel. Oftmals klagen Spieler über zwei Situationen. Folglich die erste Situation: Die Spieler bleiben beim Abwurf am Barrel hängen. Die zweite Situation: Der Dart rutscht dem Spieler beim Abwurf immer wieder aus der Hand. Hierfür gibt es zwei Gründe. Einmal ist der Grip zu niedrig und einmal zu hoch. Ihr selbst werdet nach einigen Würfen relativ schnell merken, ob ihr einen Dart mit einem hohen Grip-Level benötigt oder einen nahezu glatten Dart Barrel. Darausfolgend solltet ihr den Grip nicht unterschätzen, ansonsten kommt ihr vermutlich niemals auf euer Topniveau und lasst mögliches Potenzial ungenutzt.

 

Die Verarbeitung – Tungsten lautet das Zauberwort!

Egal ob Steeldartbarrel oder Softdartbarrel: Um drei Dartpfeile in das schmale Triple-20-Segment zu befördern, muss ausreichend Platz vorhanden sein. Mit zu breiten Barrels ist es nahezu unmöglich. Besonders günstige Modelle auf dem Markt besitzen häufig einen geringen Anteil des sogenannten Tungsten (auf deutsch übrigens Wolfram) oder sind aus Messing. Wolfram hat eine besonders hohe Dichte und ermöglicht somit die Produktion von schweren und zugleich dennoch schmalen Dart Barrels. Ist der Tungsten-Anteil bei einem Dart Barrel zu niedrig, dann wird es euch relativ schwer fallen ein schmales Triple oder Doppel Segment drei Mal zu treffen. Der Platz reicht meist beim letzten Dartpfeil einfach nicht mehr aus. Genau aus diesem Grund solltet ihr auf die Verpackung achten, denn hier steht meist der Anteil vom Material Wolfram mit drauf. Demzufolge sollte ein guter Dart Barrel mindestens 80 % Wolfram besitzen.

Text: Alex Krist / myDartpfeil

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